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Bohren & Der Club of Gore + Novo Line - 16.03.2013 - "Theaterhaus", Jena
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Geschrieben von Matthias L.   
Mittwoch, 15. Mai 2013

Am 16.03. gab sich die deutsche „Doom-Jazz-Kapelle“ Bohren & Der Club of Gore ein Stelldichein im schönen Jena, um das neue Album „Dolores“ zu präsentieren. Nachdem ich einige Zeit ob des Kartenpreises mit mir gerungen hatte, habe ich dann doch kurz entschlossen eine Karte erworben, da schließlich die Dichte interessanter Konzerte in Jena in etwa der von Sauerstoff ähnelt. Also die Sachen gepackt und frisch auf. Überraschend für mich war in erster Linie, dass sich unerwarteter Weise doch eine beachtliche Menge an Zuschauern für diese zwar nicht alltägliche, aber doch meines Wissens nicht sehr bekannte Band interessierten, aber auch, dass das Publikum an sich ziemlich bunt gemischt war.

Die Bestuhlung des Theaterhauses war für den Abend entfernt worden, stattdessen lagen Futons ausgebreitet. Lediglich die hinteren, nicht ebenerdigen Ränge waren mit (auf Dauer äußerst unbequemen) Klappstühlen versehen. Angekündigt war als Support das Projekt Novo Line, der Beginn auf 20.30 Uhr, also recht früh, festgesetzt. Beim Eintritt in den Theatersaal lief zwar Musik, aber erst, als schon weit nach neun immer noch keine Anstalten gemacht worden waren, den Abend beginnen zu lassen, dämmerte die Ahnung, dass die Hintergrundbeschallung besagte Novo Line sein könnten; ein Verdacht, der sich bestätigte, als die Musik ausging, und ein paar Enthusiasten, wahrscheinlich mit dem Projekt vertraut, zu applaudieren anfingen. Der Hauptact des Abends ließ dann auch nicht mehr lange auf sich warten. Im Vorfeld war durch Bekannte kolportiert worden, dass das Konzert in völliger Dunkelheit stattfinden sollte und tatsächlich wurden vor Eintritt der Band sämtliche Lichter gelöscht, eine wirkliche Dunkelheit wollte sich aber nicht einstellen, dafür war die Beleuchtung der Bar sowie der Notausgangsschilder (ja, da kann man nichts machen) einfach zu hell; Abhilfe schuf hier aber die altbewährte Methode „Augen zu“. Die (O-Ton) „Stimmungskapelle aus Westdeutschland“ gab ein durchgängig musikalisch erstklassiges Konzert zum Besten; zwischen den Songs, im Übrigen rein instrumental, wurden ein paar morbide Geschichtchen erzählt und durchaus charmanter Alt-Herren-Witz versprüht. Der einzige kleine Wermutstropfen während des Konzerts war die etwas geringe Basslautstärke, wobei man eigentlich erwarten würde, dass die in der Regel sehr gute Akustik eines Theatersaals eine wirkliche körperliche Erfahrung des Basses möglich machen sollte. Dass es eine Zugabe geben würde, wurde frühzeitig angekündigt, einschließlich der Bekanntgabe der dafür notwendigen Bedingungen, dann endete der unaufgeregte, nichtsdestotrotz grandiose Auftritt von Bohren & Der Club of Gore - auch wenn das abrupte Konzertende auf Grund der angekündigten Zugabe (und dass es bei dieser einen Zugabe bleiben würde) und der beharrlichen Weigerung bzw. des Nicht-für-nötig-Befindens des Veranstalters, ein paar abschließende Worte zu sagen, doch etwas unvermittelt eintrat und mehr als nur ein paar ratlose Gesichter zurückließ.

Zusammenfassend kann man durchaus von sich sagen, Zeuge eines großartigen Konzerts in einem angenehmen Rahmen geworden zu sein, das durch die eben erwähnten Widrigkeiten und kleinen Holperer nur geringfügig getrübt werden konnte.

     
Bohren & der Club of Gore - offizielle Webseite

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