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Cold Insanity meets Desperate Society Vol. II - 29.-30.11.2013 - "Das Bett", Frankfurt
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Geschrieben von preacher_man   
Dienstag, 28. Januar 2014
...oder: Schlaf wird überbewertet!
 

Nach dem ausverkauften ersten Cold Insanity meets Desperate Society Festival im vergangenen Jahr - wir berichteten - ging es am 29. und 30. November 2013 auf ins Frankfurter "Das Bett" zur zweiten Auflage des Oldschool-Events. Das LineUp las sich mit Skeletal Family, Still Patient?, The Essence und Kiss The Anus Of A Black Cat auch in diesem Jahr großartig und so war unser Besuch schon von langer Hand geplant. Eigentlich nur auf einen Tag konzentriert, hatte man erst spät den Freitag zur WarmUp-Party mit zwei weiteren Live-Acts erkoren. Und so verwundert es nur bedingt, dass sich die Besucherzahl an jenem Freitag eher in Grenzen hielt.

 

Nichtsdestotrotz lieferten Lotus Feed und Holy Orange zum Auftakt großartige Konzerte und das anwesende Publikum feierte sich warm. Lotus Feed kannten wir bereits vom österreichischen Emergency Exit Festival im letzten Jahr. Seitdem haben Sänger Alex, Gitarrero Marten, Lars am Bass und David am Schlagzeug ihre melodiöse Mischung aus Postpunk und Wave weiterentwickelt und ihr neuestes Album "so close... so far" veröffentlicht. Live scheinen die Jungs etwas schneller und tanzbarer geworden zu sein, ohne die gewohnte Eingängigkeit zu vernachlässigen. Man musste sich zwanghaft bewegen - Platz zum Tanzen gab's genug! ;)

Vorher eröffneten Holy Orange den Abend. Und die waren für uns die Überraschung des Wochenendes. Die Mainzer Postpunkband war für uns völlig neu auf dem Schirm, obwohl man sich doch bereits in den 80ern einen guten Ruf erspielt zu haben schien. Nach über 20 Jahren Pause sind sie nun also wieder da und was will man sagen: Einfach großartig! Sänger Spray Athen (jaja, 80er Überbleibsel :P) scheint gefühlt 26 verschiedene Stimmlagen zu beherrschen und erinnert optisch irgendwie an Mick Jagger in jüngeren Jahren. Basser Frank Incense kann auch in einigen Stimmlagen, hat aber vor Allem sein Instrument voll im Griff. Da waren Griffe dabei, die sieht man echt selten bei einem Basser. Auch bei Cpt. Swami an der Gitarre und Ernest II. - die Künstlernamen scheinen echt eine Reminiszenz ans Gründungsjahrzehnt zu sein - hat man das Gefühl, dass sie Vollprofis sind. Musikalisch ist die Band breit aufgestellt. Vom punkigen Teil à la
Twisted Nerve über langsame Stücke bis hin zu countrylastiger Gitarrenarbeit reicht das Spektrum. Und feiern muss man, unweigerlich feiern! Da gibt's nichts auszusetzen, die Herren haben's drauf!
Auf Grund der kurzen Aftershow begaben wir uns an diesem Abend noch ins "Final Destination", aber darüber wollen wir jetzt lieber nicht reden - und über vier Stunden Schlaf auch nicht.


Schon zu Beginn am Samstag war klar, dass das Cold Insanity meets Desperate Society, bei so vielen bekannten Gesichtern, auch in diesem Jahr wieder ein Familientreffen treffen wird.
Der Abend begann mit
Kiss The Anus Of A Black Cat als Opener. Recht wavig, ruhig und eingängig, ab und an schon fast an Clan of Xymox erinnernd und - abgesehen von der ausdrucksstarken Mimik von Sänger Stef - auch recht eintönig. So nutzten wir die Gelegenheit erst einmal mit einigen Leuten ins Gespräch zu kommen, die wir lange nicht gesehen hatten. Trotzdem waren KTAOABC durchaus gut, nur für uns eben zu ruhig an diesem Abend.

 

Wir wollten rocken! Und das konnten wir auch gleich im Anschluss mit den Gothrockern von Still Patient?. Die feierten ja erst in diesem Jahr ihre Reunion und man muss sagen: Das ist gut so und überaus gelungen! Da der Großteil der Musiker in den letzten Jahren einfach nur in anderen Bands unterwegs war, lies sich eh nicht vermuten, dass irgendwer irgendwas verlernt hätte. Und so gingen SP? ordentlich nach vorne. Andy Koas dunkle, ausdrucksstarke und in den letzten Jahren im Metalbereich gut trainierte Stimme, fügt sich hervorragend in den härteren Gothrock der 90er, Basser Guido und Gitarrist Pogue hatten sichtlich ihren Spaß und M*Beck kristallisierte sich schon bald als der Entertainer der Band heraus, egal ob auf der Bühne oder im Publikum. Trotz des schweißtreibenden Auftritts hätten noch ein oder zwei Songs mehr nicht geschadet.

Nach der Umbaupause ging es wieder ruhiger weiter.
The Essence aus den Niederlanden haben nun schon fast 30 Jahre auf dem Buckel. Die Band um Sänger Hans Diener bewegt sich musikalisch im Umfeld von The Cure und dies durchaus hervorragend gemacht. Melancholischer Wave zum Dahinträumen. Wer die Richtung mag, der kann bei den mittlerweile sieben The Essence-Alben unbesorgt zugreifen bzw. zu einem der doch nicht mehr so häufigen Konzerte fahren. Authentisch kommt die Band auf alle Fälle rüber und glänzen zudem mit einem hervorragenden Drummer und Bassisten.

Was anschließend die
Skeletal Family vom Stapel ließ, war ein wahres Feuerwerk! Jede Menge Hits aus der Skeletal Family und Ghost Dance Historie versetzten die Anwesenden von Beginn an in einen Rausch. Tanzwütig vom ersten Takt bis zur letzten Note der Zugaben gab aber nicht nur das Publikum alles. Die Stimmung schien sich von Beginn an auch auf die Band zu übertragen. Der Spielfreude und dem Enthusiasmus von Roger Nowell am Bass und Drummer Ozzy konnte sich nicht mal der meist grimmig schauende Owen Richards an der Gitarre entziehen und alles überragend strahlte Anne-Marie Hurst, als wäre es der erste gefeierte Gig in ihrem Leben. Dieses Konzert war definitiv eines der beeindruckendsten in diesem Jahr und wird noch lange im Gedächtnis nachhallen.

Äußerst gute Laune also bei allen Anwesenden nach den Konzerten. Und dies nahm man natürlich auch direkt mit auf die Aftershow. Dass ein Teil des Publikums zeitnah nach den Konzerten verschwindet, daran hat man sich mittlerweile gewöhnen müssen. Doch es blieben genügend, um bis in die frühen Morgenstunden mit
Evangel und Cyberpagan hintern den Reglern weiterzufeiern. Starker Abend! Und wieder nur vier Stunden Schlaf...

Zu den Festivalfotos...

 
Cold Insanity meets Desperate Society Vol. II @ LabelLos.de
 

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 28. Januar 2014 )
 
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