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Mittelalterlich Phantasie Spectaculum - 28.-29.08.2010 - "Unterer Domgarten", Speyer
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Geschrieben von Ormuz & (R)Einhard   
Sonntag, 12. September 2010
Trommeln, Tanz und Feuerzauber...
 

Am Fuße des Doms zu Speyer, in den herrlichen Grünanlagen des Domgartens, hatten die Veranstalter des Mittelalterlich Phantasie Spectaculum alles aufgefahren, was Rang und Namen hat. Händler, Gaukler, Schausteller und Musiker in großer Zahl verstanden es aufs Trefflichste an beiden Tagen des letzten Augustwochenendes die rund 20.000 Besucher zu unterhalten. Heerlager und Ritterspiele, eine Burgerstürmung mit der aus Filmen wie Braveheart bekannten tschechischen Schaukampftruppe Fictum, Pestumzug, Gaukelei und Gesang, all das gab es zu sehen auf dem Gelände, das sich, vom Dom auf zwei Wiesen verteilt, fast bis ans Rheinufer hinzog.

Leider war das Wetter ein wenig durchwachsen und strahlend blauer Himmel wechselte sich mit sintflutartigen Regenfällen ab. So wurden einige Teile des Geländes schnell zu einer schlammig-rutschigen Angelegenheit. Ebenso schnell jedoch hatten die Veranstalter Stroh und Matten ausgelegt, so dass die Besucher sicher zu den vielen verschiedenen Attraktionen unterwegs sein konnten.

Aber nicht nur staunen war angesagt sondern auch mitmachen war möglich. Insbesondere für Kinder gab es vielfältige Angebote. Vom Specksteinschnitzen über Kerzenfärben bis zum Tjost, dem ritterlichen Lanzenturnier, konnten die kleinen Gäste sich in den verschiedensten Künsten selbst erproben.

Das besondere Flair dieses Festes war jedoch nicht nur der wunderschönen Location zu verdanken, sondern auch den Besuchern, von denen sich viele in historischen und phantasievollen Gewandungen präsentierten. Der Burgvogt und sein Mönch Rektus trafen hierbei die Vorauswahl und die schönsten Gewandungen wurden jeweils an beiden Tagen nach Publikumsentscheid prämiert und am Saisonende wird aus allen Teilnehmern die schönste Gewandung des Jahres ermittelt. Die flotten Sprüche des eher unkeuschen Mönches trieben den Damen die Schamesröte ins Gesicht und den Galanen das herzhafte Lachen auf die Lippen.

 

Wer noch eine Gewandung suchte oder Zubehör wie bspw. Schmuck, Taschen, Waffen, Rüstungen oder Trinkhörner erstehen wollte, der wurde bei den zahlreichen anwesenden Händlern fündig. Hier herrschte eine gute Mischung aus szenebekannten Kaufleuten, Neulingen im Gewerbe und kleinen Händlern aus der Umgebung, die ihre Waren zum Teil auch selbst anfertigten. So konnte man zusehen, wie eine Dame ein Haarnetz herstellte, in das sie Perlen einarbeitete, man konnte einem Gerber zuschauen und bei ihm auch vielerlei aus Leder und Fell erwerben, eine Gürtelmacherin war da und machte in kürzester Zeit für die Besucher einen Gürtel nach Maß, ebenso ein Schmied, der die Waffen für die tapferen Recken vor den erstaunten Augen des Publikums herstellte. Auch Bogenbauer konnte man bestaunen und deren kunstvolle Arbeiten gleich an Ort und Stelle testen. Und wem echte Waffen zu heikel waren, für den gab es auch eine kleine Auswahl an LARP-Zubehör. Skurrilitäten aller Art wurden feilgeboten, es gab schlicht nichts, was es nicht gab. Schmuck in Hülle und Fülle, aus allen erdenklichen Materialien und auch mit Henna konnte man sich den Körper verzieren lassen. Die Stände der Seifensieder und derer die Parfumsteine feilboten, verströmten einen berauschenden Duft, ebenso wie die zahlreichen Speisen, mit denen man sich stärken konnte.

Erfreulicherweise gab es fast nur Stände, an denen auch für so eine Veranstaltung typisches Essen und Getränke verkauft wurden. Und so konnten sich die Besucher an den liebevoll dekorierten Marktständen, Schenken und Tavernen entscheiden, ob sie lieber ein süßes, wie z.B. gebrannte Mandeln, oder ein herzhaftes Gericht, wie den Ritterspieß, kosten wollten.
Wer sich entschied, einen Wein probieren zu wollen, der hatte die süße Qual der Wahl aus weit über 30 Sorten. Gleiches galt für Marmeladen, Liköre und Tees aus aller Herren Länder. Und natürlich Met und Schwarzbier verschiedenster Anbieter. Das alles zu annehmbaren Preisen. Auch ein Thüringer Anbieter war vor Ort - die Domäne in Groschwitz bot neben allerfeinsten Marmeladen auch Liköre an.
Doch nicht nur für das leibliche Wohl war gesorgt, auch die Seele konnte man sich streicheln lassen: umhüllt vom Duft aromatischen Räucherwerkes, konnten sich die Besucher beispielsweise die Karten legen lassen.

 

Das ganze Fest war eingebettet in mittelalterliche Klänge, die von mehreren Bühnen erschallten.
Die sympathischen Musiker von
Metusa, Vermaledeyt, Schelmish, Faun (deren neuestes Mitglied Rairda ihre Vorgängerinnen Elflein und Pawelke hervorragend und sehr überzeugend ersetzt), Rapalje und Saltatio Mortis mischten sich in ihren Spielpausen unters Volk, gaben bereitwillig und geduldig Autogramme und Interviews (Link: LabelLos.de Interview mit Schelmish). Auch ließen sie sich von und mit den Fans fotografieren, die ausgelassen vor den Bühnen tanzten. Und so wurde das Publikum gleich doppelt von den fröhlichen Spielleuten in den Bann gezogen.

Die Betreuer der Merchandise-Stände waren allesamt liebreizend und aufmerksam und hatten für jeden Besucher ein freundliches Wort und ein herzliches Lächeln. Gleiches gilt für die Darsteller der Heerlager in ihren historischen Gewändern und die der Ritterturniere, die sich viel Zeit nahmen, den Gästen alles zu erklären und zu zeigen. So konnte man viel erfahren über diese längst vergangene Zeit.

Fabelhafte Wesen auf Stelzen begegneten einem ebenso wie Magier und Hexen. Ritter kreuzten den Weg der Besucher, Druiden und Feen und auch Bettler und Narren durften natürlich nicht fehlen.
Mehrmals täglich gab es die verschiedensten Vorführungen, auch als es bereits dunkel war und sich der Festplatz in das warme Licht unzähliger Fackeln und Kerzen hüllte. Alle Mitstreiter und Besucher, mit denen wir sprachen, äußerten sich positiv über das Spektakel und lobten Organisation und Programm.

Fazit:
Wechselhaft war wirklich nur das Wetter, ansonsten war es ein rundum gelungenes Spektakel. Für das nächste Jahr würde ich mir wünschen, noch mehr vorgeführtes Handwerk erleben zu können - und warum man für den Gang auf ein Dixi-Klo 30 Cent zahlen muss, hat sich mir auch nicht ganz erschlossen ;)
Mein ganz besonderer Dank gilt allen, die dieses Fest möglich gemacht haben und ganz im Besonderen meinen lieben Freunden von exakt-speyer.de, die uns so liebevoll umsorgten und uns auch technisch unterstützten. Wir freuen uns auf nächstes Jahr und hoffen sehr, auch dann wieder dabei sein zu dürfen!

Zu den Festivalfotos...
Zum Interview mit Schelmish...
 
Mittelalterlich Phantasie Spectaculum Website
 

Kommentar(e)
Genau so ...
Geschrieben von brezelbuh am 2010-09-13 09:50:54
... war es!! Klasse Bericht und hammergute Fotos dabei. Ich freu mich schon auf nächstes Jahr. 
Brezelbuh

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