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13.12.06 KOLUMNE: 9mm Mittagspausenphilosophie - Teil 7
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Geschrieben von Genom   
Mittwoch, 13. Dezember 2006

Eiland

Eines Tages, betraten zwei Jünglinge,
die sich gleicher nicht hätten sein können,
das kleine Eiland vor den brachialen Riffs der Küste
weit im Norden.
Sie waren stets auf der Suche,
schon seit Jahren hofften sie, dass ihre Suche enden würde,
doch eines lauen Herbstabends,
es war schon recht spät, und der Wind fegte über
das Eiland, kamen sie an eine alte Ruine,
so strichen sie durch die winkelige Anlage,
um all ihrem Verlangen nach Kundschaft
Befriedigung zu verschaffen.
Und wie sie durch die Säulen schlichen,
so kam der eine, doch dem Sinne, wohl zu nahe,
dem Sinne, dass der andere nicht gut für ihn sei.

Er rang mit seiner inneren Stimme hin und her,
"Er will die Suche ohne dich."
Der eine sah sich weiter die Ruine an, ohne
jeden Zweifel an der Freundschaft der beiden,
sie kannten sich doch nun schon seit Jahren,
Jahre, die ihnen selbst wie Millennien erschienen.
Doch der eine hörte seine Stimme immer mehr.
"Er will die Suche ohne dich, bestrafe ihn!"
Doch die Stimme immer lauter pulsierte schon in
seinem Haupte zu einem stechenden Schmerz.
und immer näher drängte sich der Sinn,
sich der Stimme zu ergeben,
er begann ihr Glauben zu schenken,
"Er will die Suche ohne dich! Bestrafe ihn!
Lass ihn ohne dich sein."
So nahm der eine einen Stein und schlug
ihm den anderen auf den Schädel,
so dass dieser in Ohnmacht fiel.
Als er wieder zu sich kam, stand der eine neben ihm,
der eine, der ihm den Stein über das Haupt,
von Nord nach Süd, in schnellem Zuge
auf die Hauptdecke drückte.
Der eine war gefesselt und konnte nur noch sehen,
wie sein Freund, mit zwei Gesichtern auf ihn ein Schlug,
der Eine flehte und flehte,
doch er schlug weiter auf ihn ein, bis zum Tode,
bis er sich nicht mehr regte, kein Signal mehr von sich gab,
kein atmen und kein jammern mehr,
da kam dem Einen die Einsicht wieder,
warum er denn seinen besten Freund
von West nach Ost, von Ost nach West,
von Nord nach Süd, schlug und trat und
gar nichts Gutes wollte.
Er fiel zu Boden und legte sich daneben,
um zu hoffen, dass der beste Freund,
der Begleiter von Millennien,
seine eigen Fleisch, sein eigen Blut,
doch wieder zurückkäme,
und seine Gutmütigkeit doch einmal
wieder nutzen würde,
doch vergebens.
Da hörte der Eine, eine Stimme
"Du bist Schuld."
Es war dieselbige Stimme, wie
Die, die er vor der Gräueltat schon wahrgenommen.
Und wieder: "Du bist Schuld"
Nein, Nein, Nein, rief er mit heißer Stimme,
wie am Tage als seine Mutter ihm die
Schuld gab, wie am letzten Tage seines
Weibes, flehend jammernd,
mit zitternder Stimme.
Und wieder diese Stimme.
"Du bist Schuld, du willst ohne dich sein."
Nein Nein Nein, rief er erneut,
verschwinde!
"Du bist Schuld! Du willst ohne dich sein,
bestrafe dich!"
Nein.

Einer fand sie am nächsten Tage,
zwischen den Ruinen,
dort wo sie dem Wahnsinn unterlagen.

(Fortsetzung folgt…)

Genom

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