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Christine Plays Viola: "Innocent Awareness"
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Geschrieben von Andreas Torneberg   
Mittwoch, 8. Juni 2011
 

Nachdem die aus den Abruzzen stammende Post-Wave-Band Christine Plays Viola in ihrer Heimat ein ganzes Bündel an Wettbewerben preisgekrönt abgeräumt haben, strecken sie nun ihre Fühler über den außeritalienischen Stiefelschaft und haben mit dem Label afmusic einen Partner in Deutschland gefunden.
Schon das Cover erinnert an den düsteren Underground aus den 80er Jahren, als Punk und Wave sich mit der Mystik des Gothrocks trafen. In den zunächst geheimnisvoll elektronischen Anfang, den instrumental "Albatross" macht, mischt sich mit "Swallowed Cold Insanity" ein treibender Rhythmus mit treibendem, leicht nervösem Schlagwerk und hallenden Wave-Gitarren. Blitzartig und nicht grundlos schießen einem Assoziationen an
The Cure, Siouxsie and the Banchees, The Stranglers oder Joy Division durchs Gemüt.

     

Das Gelände ist jedenfalls von einer ganzen Ahnenreihe schon gut bepflanzt worden. Mit sofort alle Aufmerksamkeit für sich beanspruchender, voller, tiefer Stimme schafft es Sänger Massimo Ciampani der instrumentalen Unruhe den nötigen Kontrapart entgegenzusetzen, in höherer Stimmlage brutal an Robert Smith gemahnend.

Was so spannend beginnt, setzt sich unverändert auch im nachfolgenden Track fort, ohne groß variiert zu werden bzw. neue Aspekte ins Geschehen zu werfen. "Witch Of Silence" lässt sich auch bei YouTube als eindrucksvolles
Video bewundern. Mit "Four Steps In Your Hole" wird das Tempo gedrosselt und geht in Richtung "Gothic-Club-Ambiente". Es wird allerdings deutlich, dass Song für Song nach demselben Muster gestrickt wird: nach elektronischer Introduktion, die ein gewisses Klima aufbaut, setzen die Gitarren ein und schrammeln schön schräg-hallend ihren psychedelischen Wave, wozu das Schlagzeug munter wirbelnd die Trommeln rührt, bis denn Massimos massives Vokalorgan einfällt, welches nach einer Weile leicht ermüdend wirkt, da es an variantenbereicherndem Ausdruck mangelt.

Aber auch wenn die Stimmung dicht und authentisch wirkt, solange man sich nur mit einem einzelnen Lied befasst, lässt die Platte in ihrer Gesamtheit an Abwechslung und Spannung missen. Das liegt an dem stets gleich bleibenden Aufbau der einzelnen Songs sowie an der mit Hall/Echo unterlegten Underground-Heldentenor-Stimme, die nach der Hälfte der Platte anfängt zu nerven. Das letzte Stück "I Was Wrong" schafft es, ein interessantes Finale hinzulegen, aber "Ende gut, alles gut" trifft hier nicht zu, vielmehr mangelt es den acht Liedern zwischen dem interessanten Anfang und dem Ende an musikalischen und kompositorischen Ideen, um auf dem wuchernden Feld der Ahnen den Geist des leicht Provokativen und Unangepassten gedeihen zu lassen.

Tracklist:
01. Albatross
02. Swallowed Cold Insanity
03. Witch Of Silence
04. Four Steps In Your Hole
05. Innocent Awareness
06. Regressive Self Abnegation
07. Admire A New Demise
08. Permutations
09. The Parchment Sand
10. Failed To Connect To Heart (Endline)
11. I Was Wrong

     
Christine Plays Viola @ LabelLos.de
Christine Plays Viola @ myspace
     

Kommentar(e)
Geschrieben von Silver am 2011-06-08 15:48:36
Mir gefällt's musikalisch gut. Schöner Gothrock mit Atmosphäre. Ok, eine ganze Platte am Stück wäre vielleicht zu viel des Guten. Aber was denken sie sich nur dabei, diese merkwürdigen Masken aufzusetzen...? :grin

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 8. Juni 2011 )
 
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