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Diary Of Dreams: "Ego:X"
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Geschrieben von Andreas Torneberg   
Mittwoch, 12. Oktober 2011
 

Die neueste emotionale Eruption der Meister semi-elektronischer Düsternis hat sich digitalisiert. Was ein/ausdrucksvoll mit sonorer Stimme von Martin Keßler - Synchronisator von Vin Diesel und Nicolas Cage - rezitierend philosophierend beginnt, lässt zunächst ein eher sperriges Werk vermuten. Doch nein, das zehnte Studioalbum huldigt in den beiden folgenden Liedern mit poppigem Verlauf dem Nimbus als lebendige bis untote Legende und widmet sich der Suche nach unerforschten Galaxien anhand durchaus bekannter Gesangslinien und den vertrauten Harmonien des Diary of Dreams-Kosmos. Diesem gelang es schon immer, auf hohem Niveau - ohne ins Triviale zu fallen - mit gefälligen Melodien zu kokettieren und eine kultivierte Melancholie wie einen reifen Wein im Glas zu schwenken und seelenabgrundschwelgend zu genießen.

     

Die Kunst, den Hörer mit den verzweiflungsschwangeren Spannungsfeldern des sich musikalisch artikulierenden Ego zu unterhalten...

Dieses Ego heißt hier im um sich selbst drehenden Fall: X, welches zweisprachig singt und denkt wie Adrian Hates, aber die ähnlich Empfindenden einer Generation in Einsamkeit Orientierung Suchender mag sich mit X identifizieren können. Zu den ähnlichen Empfindungen muss allerdings auch zählen, sich nicht von gänzlich unbekannten Zonen in akustischen Weiten irritieren zu lassen... Dazu zählt das Gefühl, durch Landschaften zu streifen, an deren Bekanntheiten man sich entlang hangeln kann, um unliebsamen Überraschungen auszuweichen. Wer
Diary Of Dreams bis dahin nicht gekannt hat (aber grundsätzlich diese Art Musik mag), wird "Ego:X" mit anderen Ohren sehen und von der bemerkenswerten Qualität beeindruckt sein und hineingezogen werden - anders als jemand, welcher das Werk der Band schon länger verfolgt. Letzterer wird möglicherweise herausfordernde, neue Elemente vermissen, den Schritt vorwärts auf der künstlerischen Evolution. Jedoch eignet sich die Anschaffung der CD grundsätzlich für beide Spezies - der einen wird sie den authentischen Eintritt in die Dreams-Welt eröffnen, der anderen wird eine chron/o/ische/logische Fortsetzung dessen geboten, was er schon längst schätzen gelernt hat.

Die Intensität und die Verbundenheit der Musiker mit ihrem Werk bleibt spürbar wie eh und je. Kein Schritt vorwärts, aber auch keiner zurück. Keine Stagnation, eher die weitere Observierung des eigenen Herzschlags. Das Konzept, die Töne, die einem inneren Film fürs Gehör folgen, wird weiter ausgereizt. Die Musik wird zur Betrachtung. Die Meister haben sich nicht selbst übertroffen, aber sind sich treu geblieben und haben versucht, durch neu hinzugefügte Elemente wie Rezitation oder die Integration einer weiblichen Gesangsstimme beim schön und abwechslungsreich geratenen Lied "Push Me" (Amelia Brightman) der Spiegelbildrevue neuen Glanz aufzupolieren. Die Legende wird zur Institution.

Wählen kann man beim legalen Erwerb zwischen einer Regular Edition, einer Limited Edition, einer Deluxe Box oder einer Vinyl Fassung, welche alle in der Lage sein sollten, bei hoher Geschwindigkeit um ihren Mittelpunkt zu rotieren.

Tracklist:
01. Into X
02. Undividable
03. Lebenslang
04. Grey the blue
05. Element 1- Zeitgeist
06. Immerdar
07. Push Me
08. Echo in me (X-Version)
09. Splinter
10. Element 5: Resignation
11. Mein-Eid
12. Fateful Decoy
13. Weh-Mut
14. Out of X

     
Diary Of Dreams @ LabelLos.de
Diary Of Dreams @ myspace
     

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 12. Oktober 2011 )
 
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