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Lord Of The Lost: "Die Tomorrow"
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Geschrieben von Andreas Torneberg   
Donnerstag, 23. August 2012
 

Die Pose. Die Show. Die Theatralik. Subjektive, die auch - ohne dass man sie eingeladen hätte - in den Raum erster Eindrücke drängen. Man will unterhalten, und dies mit dunkler, fetischhafter Attitüde, die den im Rhythmus zuckenden, jungen Damen - auf der Suche nach bösen, gruftigen Jungs und elektronisch rockender Tanzbeschallung - die Schauer über die bleiche Haut rieseln lasst. Und die Lords der Verlorenen sind bereit, sich den schwarzen Lolitas in "Black Lolita" als Sklaven ihrer Herzen zu unterwerfen - wie Sänger und Gitarrist Chris Harms mit betont rauer, tiefer Stimme ergreifend beschwört.

"Live Today" pflügt in Feldern, wo teils growlend, teils klar singend schon
Moonspell auf der Kante zwischen massivem Metal und melodiösem Pop Furchen gezogen hat.

     

"Blood For Blood" beginnt mit analogem Synthesizer-Spielautomaten-Charme, ehe eine Gewisse Rammstein-Härte mit gefälligem Pop-Refrain gemischt wird. Das Schöne daran: Es ist alles irgendwie schon mal da gewesen und man kann darum alles benutzen; die Töpfe sind voll, man braucht nur rein zu greifen und zu mixen. Dunkle Mixturen.

Die Alchemie der Lords ist von daher nicht "uninspiriert". Es wäre jedoch nicht fair, den Hamburgern plumpe Klon-Absichten zu unterstellen. Im Gegenteil ist die neue CD äußerst phantasievoll ausgefallen. Befindet man sich eben noch in Gothrock-Strukturen ("Heart For Sale"), kippt die Stimmung wenig später in eine romantische, akustische Ballade ("See You Soon"). "My Heart Is Black" scheint sogar zunächst wie ein Soundtrack zu Bladerunner in einen völlig anderen Kosmos zu entgleiten. Chris Harms ist bemüht, alle seine Schubladen zu öffnen und zelebriert eine Gothic-Reality-Show mit vokaler Kostümierung und instrumentalen Cocktails, die zwischen melodiösem Schlager und verruchtem Rock polarisieren.

"Credo" geleitet die Helden dunkel servierten Kommerzes mit dem Rhythmus zu "We Will Rock You" im Tiamat-Modus wie eine Hymne aus dem Stadion heraus.

Fazit:
Ein sauber produziertes Produkt von Chris "The Lord" Harms zwischen Kunst und Kitsch. Für den einen zum Hassen, für den anderen zum Lieben, wahlweise zum Küssen oder zum Peitschen, zum Zerreißen, Verreißen oder zum Entreißen und Aufreißen: „Die Tomorrow“ erscheint in der regulären Edition sowie als limitierte Doppel-CD im Digipack. Auf der darin enthaltenen Bonusdisc findet sich nicht nur ein 20-minütiges Epos, auch Alex Wesselsky (
Eisbrecher) und Erk Aicrag (Hocico, Rabia Sorda) geben sich ein Stelldichein. Für echte Fans gibt es noch die auf 500 Stück limitierte Holzbox, die neben der Doppel-CD eine Live-DVD, eine Lord Of The Lost-Flagge sowie ein Fotobuch beinhaltet.

Tracklist:
01. Live Today
02. Die Tomorrow
03. Black Lolita
04. Blood For Blood
05. Never Let You Go feat. Ulrike Goldmann (Blutengel)
06. Shut Up When You're Talking To Me
07. Heart For Sale
08. From Venus To Mars
09. See You Soon
10. My Heart Is Black
11. Your Victories
12. Credo

     
Lord Of The Lost @ LabelLos.de
Lord Of The Lost @ myspace
     

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