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Lotus Feed: "A Different Place"
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Geschrieben von Andreas Torneberg   
Mittwoch, 16. März 2011
 

Den Batcave gab es mal in London, die Heinzelmännchen in Köln. Die waren dafür bekannt, einst wieselfleißig gewesen zu sein. In Köln gibt es nun aber die Band Lotus Feed. Die sind nicht ganz so rasant im Tatenhunger, haben sie doch immerhin 15 Jahre gebraucht, um jetzt endlich ihr Debütalbum unters Volk zu werfen. Aber dafür spielen sie Musik, die in ihrem von tanzbarer Schwermut geräuchertem Wave und GothRock durchaus auch ins alte Batcave hätte passen können.
Die Platte erinnert anfangs mit "Trouble" an eine Fusion aus
The Police mit Bauhaus. Allerdings fehlt die Existenz schräg experimenteller Elemente. Der weitere Verlauf zeigt, dass nach Rezept gekocht wird, was heißt kein Austesten unbekannter Zonen. In den treibenden Beat mischen sich schwermütige singende Gitarrenläufe mit einfachen Grundharmonien.

     

Der Sänger bietet in bester Tradition die erwünschte Portion versenkter, jedoch unterhaltend bekömmlicher Depression. Das alles soll unverkennbar auf die Tanzfläche locken und macht sich live möglicherweise auch ganz gut.

"Drawn Too" beginnt als eine eher stillere Perle, die das Tempo von der Tanzfläche nimmt und während der man sich versonnen eine Blutorange an der Bar gönnen kann. Grundsätzlich unterscheiden sich die Lieder allerdings nicht gewaltig voneinander. Der künstlerische Anspruch rutscht durch den fehlenden Mut, auch mal provokative Risiken einzugehen, in den unterhaltenden Stereoanlagen-Background im Wohnzimmer. Das ist schade, weil eigentlich das Gefühl für dunkleres Klima vorhanden ist und weil manche Songs spannend beginnen, aber dann doch eher nebensächlich wegeiern.

Auch wenn Songs wie "Get Me Out" ganz kurz an die
Fields aufhorchen lassen, fehlt dem Sänger das gewisse Etwas. Nach einer Weile nervt etwas die ständig gleich bleibende Art des Singens, die sich weitgehend unveränderbar durch die Linien schlängelt und irgendwie nicht genug Tiefe zeigt, um persönlich und intensiv zu werden. Hinzu kommt, dass sich die entworfenen Melodien nicht genügend voneinander profilieren und daher auch kaum Erinnerungswert besitzen.

Nunja, "End of Time". Gähnen wir mal höflich hinter vorgehaltener Hand und legen uns für ein Nickerchen auf die Couch. Die Platte kann dabei weiterspielen; stört nicht.

Tracklist:
01. Trouble
02. King For Two Days
03. She Runs
04. Drawn Too
05. Cut
06. Silence
07. Get Me Out
08. Room With A View
09. Manner Of Painting
10. End Of Time

     
Lotus Feed @ LabelLos.de
Lotus Feed @ myspace
     

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Letzte Aktualisierung ( Mittwoch, 16. März 2011 )
 
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