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Negradonna: "Negradonna"
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Geschrieben von Andreas Torneberg   
Montag, 2. November 2009

Negradonna - das sind drei dunkle Schwestern aus Krakau, die gemeinsam musizieren: Teresa am subtilen Schlagzeug; Cecylia holt aus der Violine die pure Elegie. Aber die dunkelste von ihnen, Rozalia - "Czarna Pani" (schwarze Dame) genannt - singt und spielt die Tasten und die Gitarre; von ihr stammen die polnischen Texte und die zutiefst melancholische Musik.

In den Texten schöpft sie aus der ergiebigen Quelle, die schon von jeher Künstlern verschiedener Couleur als Inspiration düsterer Schönheit und stimmungsvoller Traurigkeit diente: die Liebe. Das Klima identifiziert sich unverkennbar aus dem slawischen Osten her stammend und ruft Parallelen wach zu der Musik Zbigniew Preisners (u.a. Soundtracks zu Krzysztof Kieszlowski-Filmen).

Schwermütige Streicher und Stringkeyboards schaffen einen konzertanten Boden, auf dem die klare, glockenhelle Stimme Rozalias ihre Lyrik ausbreitet. Unverkennbar zeichnen sich die musikalischen Ursprünge der drei Schwestern ab, die in einem Elternhaus groß wurden, in dem klassische Musik durch die Kindheit begleitete. Diese Wurzeln verflochten sich mit den unterschiedlichsten Einflüssen. Gothische Musik, Black Metal bis Pink Floyd erweiterten das Spektrum von Klängen und Lyrik, die sich seit der Kindheit weiter entwickelten.

Hier schufen sie nun ihre eigene Musik für herbstliche Spaziergänge auf Friedhöfen, Lieder im Schatten verwitterter Grabkreuze und spinnennetzverhangener Engelsstatuen. Die Stücke bilden einen großen stimmungsmäßig zusammenhängenden Bogen, eine Wanderung durch ein nebelverhangenes Tal, durch das die schwarze Dame auf einer spezifischen Suche nach Schönheit geleitet. Die Verbundenheit der drei Schwestern mit ihren Klängen, die auf kein Publikum zielen, verhindert ein Abgleiten von dem schmalen Grad zwischen Schönheit und Kitsch ins Süßliche und schafft eine Intensität, die außergewöhnlich ist und im Westen keine Parallele findet. Einzelne Stücke herauszuheben, fällt schwer, da sie sich alle recht ähnlich sehen und erst in den Details ihre Reize und Unterschiedlichkeiten entwickeln. "Wróc do mnie demonie" (Kehr zurück zu mir, Dämon) fällt durch besondere energiegeladene Spannung auf, in die sich die Lyrik wie eine Beschwörungsformel fügt. Das darauffolgende "Róze" (Rosen) sowie "Zimny ogien" (Kaltes Feuer) sind besonders schöne, rein akustische Kompositionen mit Gitarre, Violine und Stimme.

Fazit:
Diese Platte ist ein Kleinod aus den schwarzen Zonen Polens. Wer stille, wunderschöne und traurige Musik mag, sollte sich die Website von
Negradonna ansehen und -hören. Die sauber gemischte und soundtechnisch hervorragende CD (Slimcase) wurde ohne Label, nämlich labellos produziert und ist zur Zeit nur schwer erhältlich und sozusagen ein echter "Underground-Tipp". Wer sich dafür interessiert, ist gerne eingeladen, sich diesbezüglich an mich zu wenden (torneberg[at]web.de). Das gilt auch und gerne für Plattenfirmen.

Tracklist:
01. Kraina Szczescia (Land des Glücks)
02. Niesmiertelna (Die Unsterbliche)
03. Wskrzeszona rozgrzeszona (Auferstehung der Absolution)
04. Krolowa (Königin)
05. Pies (Hund)
06. Niezmierzona ciemnosc (Unermeßliche Dunkelheit)
07. Wroc do mnie demonie (Kehr zurück zu mir, Dämon)
08. Roze (Rosen)
09. Makbet (Macbeth)
10. Zimny ogien (Kaltes Feuer)
11. Sniezka (Schneeball)
12. Serafina (Serafina)
13. Aniol swiatla (Engel der Welt)

Negradonna @ LabelLos.de
Negradonna @ myspace

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