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Subway to Sally: "Schwarz in Schwarz"
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Geschrieben von Andreas Torneberg   
Mittwoch, 12. Oktober 2011
 

Was ist nicht schon alles über Subway to Sally geschrieben worden, verrissen und vergöttert, verglichen mit anderen oder mit sich selbst. Vermutlich das Beste, man vergisst all dieses und beginnt so, als wäre diese Band ein jungfräuliches Blatt und deckt den Mantel, den ganz schwarzen, über das, was war und konzentriert sich auf jenes, was ist. Das geht nur schwer, denn man merkt vom ersten Song an die Professionalität. Jener geht rockig ab mit einem fast schon etwas zu schmissigen Refrain, komponiert, die Crowd zum Mitsingen zu bewegen. Der neue deutsche Wiedererkennungsfaktor macht den Song zum Titelgeber und ließ sich ja auch schon beim Wacken Festival gut austesten.
Eric Fish singt energiegeladen wie eh mit rauchig-schmutziger Stimme und allen Sinnen bei Melodienreichtum und Lyrik.

     

Hier erübrigt sich die beliebte Interviewfrage nach der Bedeutung der Songtexte, diese sind definitiv so stark hintergründig im Vordergrund, dass sie neben der Musik die halbe Fracht in den Hafen fährt. Es geht um die Schwärze in ihren bekannten Dimensionen, von tödlich über einsam bis tief. Das neue Album tischt harte Rockkost auf, rhythmisch und gradlinig und mit einer angenehmen Portion rauer Spontaneität, was auch der gelungenen technischen Abmischung zu verdanken ist. Mittelalterliche Töne entzirpen begleitend und reminiszierend mal den Keyboards, mal den Gitarren.

Eine gesunde, hispanische "Dark Age"-Stimmung kommt allerdings erst bei "Ins Dunkel" auf; akustisch die Laute mit artigem Fingerspiel zu gefallen weiß, besinnlich, emotional, nostalgisch. Das wird aber auch Zeit, denn die fünf davor laufenden Songs sind zwar schmissig und rockig, aber sich einander ähnelnd eher Live-Reißer zum Abrocken. Das Album wird nun vielfältiger und abwechslungsreicher. Soviel Ruhe lässt annehmen, dass es denn gleich wieder tosen könnte. Richtig kalkuliert, wenngleich "Wo Rosen blüh'n" zwar fett losgeht und sogar Heavy Metal Gitarrensoli verarbeitet, aber durch großen Abwechslungsreichtum und Folkeinlagen brilliert. "Tausend Meilen" schmiert eine Lage orientalischen Schmalz auf den von schwerlastigen Riffs gezeichneten Song. Bei "Am Ende des Wegs" wird's noch mal so recht melancholisch und akustisch und lässt schön gesungen und mit schmachtvollen Violineneinlagen genau hinhören.

"MMXII" macht als vorletzte Komposition auf der Platte ein wenig als Opener für einen klassischen James Bond, dramatisch mit schwungvollem Refrain und einer dieser 007-geeigneten Melodien, zu denen nur noch das Sinfonieorchester fehlt. Pathetisch überzeugend. Der letzte Song beißt der Schlange in den Schwanz, was heißt, hier wird der hartrockende Bogen zum Anfang der Platte geschlagen. Und insgesamt dürften sich bei diesem neuen Werk die Fans der Band die Freudentränchen aus den Augen reiben, denn
Subway to Sally machen mal wieder richtig Druck. Ja, kommerziell gut verwertbar, nein, nicht experimentell oder überraschend. Aber die Band baut auf dem Schatz der Erfahrungen, verarbeitet neu, poliert blank und fügt soviel Spielfreude hinzu, dass man sagen könnte: nun, so schwarz ist es doch gar nicht.

Tracklist:
01. Das Schwarze Meer
02. Schlagt die Glocken
03. Kämpfen wir!
04. Bis in alle Ewigkeit
05. Nichts ist für immer
06. Ins Dunkel
07. Wo Rosen blüh'n
08. Tausend Meilen
09. Mir allein
10. Am Ende des Wegs
11. MMXII
12. Alles oder Nichts

     
Subway to Sally @ LabelLos.de
Subway to Sally @ myspace
     

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