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The Beauty Of Gemina: "At The End Of The Sea"
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Geschrieben von preacher_man & Silver   
Dienstag, 11. Mai 2010
 

Nach dem bombastischen Debüt "Diary Of A Lost" (2007) und dem überzeugenden Sequel "A Stranger To Tears" (2008), steht mit "At The End Of The Sea" jetzt endlich das dritte Studioalbum des mittlerweile wohl bekanntesten Schweizer Goth-Exports The Beauty Of Gemina in den Läden. Rückten bei "A Stranger To Tears" gegenüber dem Debüt noch etwas mehr aktuelle Tanzflächenklänge und harte Gitarren in den Blickpunkt, ändert sich auf "At The End Of The Sea" erneut der instrumentelle Fokus. Angekündigt mit dem Slogan "Atmospheric, Dark, Intense" konnte man auf ein wirklich düsteres Darkwave-Werk hoffen und es sei vorweg genommen, dass diese Hoffnung nicht enttäuscht wird.
Dabei ist "At The End Of The Sea" keineswegs auf eingefahrenen Pfaden des Darkwave-Spektrums unterwegs, sondern bedient sich einer Vielzahl kleiner Anleihen und Details in den unterschiedlichsten Bereichen.

     

Neben der Singelauskopplung "Rumours", die man musikalisch fast als Indie-Pop-Perle mit Postpunk-Anleihen betrachten kann, und dem Opener "Dark Rain", der noch am ehesten die Richtung des Vorgängeralbums inne hat, fallen vor allem die langsamen, tiefgehenden Stücke auf, "Obscura" zum Beispiel. Solch Bass- und Gitarrenspiel hat man seit Cure's "Disintegration"-Album nicht mehr gehört, doch geben Micheal Seeles dunkle, intensive Vocals dem Song wesentlich mehr Bedrücktheit und dem Text zwischen Hoffnung und Trauer die Wende zum Negativen. Irgendwie erinnert die Stimme an Chris Rea - traurig und beruhigend.
Dies ist allerdings nicht der einzige Song, bei dem
The Beauty Of Gemina ihre alten Wege verlassen. "At The End Of The Sea" ist ein Potpourri aus vielen Spielarten. Lupenreiner Darkwave auf Synthiebasis ("King's Men Come") trifft auf Postpunk-Bass ("End Of All"). Indie- und Rock-Gitarren ("Narcotica") treffen Streicher (z.B. "Counting Tears", "Endless Sleep") und Klavierballade mischt sich mit fast folkigen Klängen ("In Silence"). Genial sind die Instrumentenwechsel, z.B. zwischen Gitarrenriffs und Orgel, bei "A Fortune Teller's Dream", welches eine fast bluesige Stimmung, eine Art Film Noir-Feeling erzeugt und den Text durch die Wiederholung des immer gleichen musikalischen Themas perfekt umsetzt.
Zusammengehalten wird diese Vielschichtigkeit durch Michael Seeles Stimme, deren dunkler Teint sicher durch die menschlichen Abgründe führt und kein wirkliches Licht am Ende des Tunnels erkennen lässt. Zu den Texten sei erwähnt, dass die Songs aus der Feder des Sängers für jeden Hörer sicher eine eigene Bedeutung entwickeln. Es werden hier keine Geschichten erzählt, sondern die Ausweglosigkeiten und die deprimierenden Eigenschaften des "Menschseins" zur freien Interpretation in den Raum gestellt. Damit dies auch funktioniert, sind, und dies ist ein weiterer großer Pluspunkt des Albums, sämtliche Lyrics in Englisch und Deutsch im Booklet enthalten.

Fazit:
"At The End Of The Sea" ist sowohl von der musikalischen Perfektion, die in vielen kleinen Details liegt, als auch vom Abwechslungsreichtum und der tiefen, den Zuhörer vereinahmenden Melancholie,
The Beauty Of Geminas' bisher bestes Album. Einzig etwas mehr Wut könnte ab und an aus Erkennen, Trauer und Resignation folgen und über Michael Seeles unverwechselbares Gesangsorgan transportiert werden.

Anspieltipps:
Schwer zu sagen. Jeder Titel hat seinen ganz eigenen Charakter, für mich aber auf alle Fälle "Obscura", "Sacrified To The Gods" und "A Fortune Teller's Dream".

Tracklist:
01. Dark Rain
02. Obscura
03. Rumours
04. King's Men Come
05. Sacrificed To The Gods
06. End Of All
07. Counting Tears
08. In Silence
09. A Fortune Teller's Dream
10. Black Cat Nights
11. Narcotica
12. Endless Sleep
13. La Mer Rythme Eternel

     
The Beauty Of Gemina @ LabelLos.de
The Beauty Of Gemina @ myspace
     

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Letzte Aktualisierung ( Dienstag, 11. Mai 2010 )
 
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