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The Eternal Fall: "Emptiness Vol. 1 & 2"
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Geschrieben von Andreas Torneberg   
Freitag, 9. März 2012
 

Dass partiell die Hispanier auch einen Hang zum Düsteren verspüren können, wissen wir seit der Inquisition. In diesem sonnengegerbten Land komponiert, singt und spielt ein Individuum nun schon seit elf Jahren im ewigen Herbstzustand und nennt sich selbst territorial trefflich "Sonne" (spanisch Sol), aber es dreht sich hier wohl eher um the dark side of the sun. Die fröhliche Natur des Volkes, welche so gern beim heroischen Stierkampfe und wahlweise Massakrieren desselben oder des Toreros durchbricht, verkehrt sich hier in ihr Gegenteil: die ersten beiden Lieder - langsam, getragen, melodiös mit klagendem, sehnsuchtsvollem Gesang - scheinen die Richtung zu charakterisieren, in welche man gern The Eternal Fall zu schieben trachtet: Dark Wave. Bei diesen Klängen überspringen die mediterranen Oliven ihre knackige, grüne Phase und überziehen sich gleich mit glänzender, morbid-schwarzer Hülle.

     

Das wäre allerdings erst die oberste Schublade einer Kommode, die wie beim bekannten Apothekerschränkchen unglaublich viele besitzt. Darum nicht erschrecken, wenn Song Numero Tres (3) mit etwas zu plötzlicher The Cure-Packung aufschäumt und die davor entstandene Stimmung verätzt. Wer seine Songs in Listen anlegt, sollte diesen Song verschieben und lieber gleich mit "Broken Dreams" weitermachen, auch im The Cure-Modus, aber sensibler beginnend, wesentlich geradliniger und schöner komponiert. Und... bei "Ich denk an dich" befinden wir uns mitten in einer Diary Of Dreams-Hommage. Der Zitate nicht genug! Im nachfolgenden "Empty Eyes" greift Sol stimmlich in die Vollen und musikalisch mitten in die 80er Jahre angelegten Felder der Nephilim. Diese wildernden Ausflüge in Bereiche des Gothrock, die auch mit "The Pain" die Bereiche von Garden Of Delight ankratzen, werden von elegischen Klagepassagen stückweise unterbrochen bzw. filetiert.

Fazit:
Die Welt des Sol scheint wie eine große Kommode, in der er sich häuslich eingerichtet hat und seine melodischen Schreie durch historisierende Katalysatoren transferiert. Dabei bleibt genug übrig, um als Destillat seine eigene Persönlichkeit durchtröpfeln zu lassen, zuckend in einem selbstgesponnenen Netz, dessen Ansätze 30 Jahre zurück reichen. Aus jeder Spalte riecht es lustvoll nach Trauer und Tod. Ja, es riecht - auch von den Texten her - nach Klischees und Nostalgie, aber die Stimmung ist atmosphärisch und dicht, die Nebelschwaden echt und die Spinnen im Netz beißen schmerzhaft. Seine Vielseitigkeit, auch vokaltechnisch, ist erstaunlich. Ein Genuss für den staubbedeckten Gothrocker, dessen Gemütslage bereit ist, den Dingen ihre Zeit zu lassen, denn das brauchen sie, denn die hat sich der in der Dunkelheit verspielte Sol auch genommen, denn gute Dinge brauchen sie, will man sie wirklich kennen lernen und entdecken - auf zwei laaaaaangen Silberlingen, der Einsamkeit gewidmet.

Tracklist:

Disc 1
01. Beneath The Stars
02. You Are Always In My Mind
03. Always It’s The Same
04. Broken Dreams
05. Dead Legacy
06. Ich Denk An Dich
07. Empty Eyes
08. Emptiness
09. The Pain
10. Thrust
11. You Are The One
12. Love In The Shadows
13. The Pope
14. One More Time
15. Own Cruel Song

Disc 2
01. Intro
02. I Am With You
03. Dead Dream
04. How Many Time?
05. Look At My Eyes
06. Frustration
07. Emptiness 2
08. Leaving Myself
09. Simple Things
10. We Can’t Turn Back The Time
11. Poison
12. Guiltiness
13. The Watcher
14. All I Need
15. Again

     
The Eternal Fall @ LabelLos.de
The Eternal Fall @ myspace
     

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